23.03.2026
Eine fundierte Unternehmensbewertung schafft Klarheit bei Nachfolge, Verkauf und Finanzierung. Praxisnah, nachvollziehbar und KMU‑gerecht.
Ein inhabergeführtes KMU stand vor einer typischen, aber anspruchsvollen Fragestellung: Die Eigentümerschaft wollte die Nachfolge regeln und brauchte dafür eine realistische, nachvollziehbare und belastbare Grundlage für Gespräche mit potenziellen Käufern. Im Zentrum stand nicht nur die Frage, was das Unternehmen heute wert ist, sondern auch, welcher Verkaufspreis unter wirtschaftlichen, finanzierungsbezogenen und praktischen Gesichtspunkten tatsächlich tragbar ist.
Die Ausgangslage war auf den ersten Blick erfreulich. Das Unternehmen verfügte über eine stabile Ertragslage, langjährige Kundenbeziehungen und eine gute Marktstellung in seinem Segment. Gleichzeitig zeigte sich rasch, dass eine seriöse Bewertung mehr verlangt als einen Blick auf Umsatz, Jahresgewinn oder Eigenkapital. Gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen spielen zusätzliche Faktoren eine wichtige Rolle: Wie breit ist die Kundenbasis abgestützt? Wie stark ist das Unternehmen von einzelnen Personen abhängig? Welche stillen Reserven bestehen? Welche Erträge sind nachhaltig erzielbar und welche Resultate sind eher einmalig oder nicht repräsentativ?
Genau hier setzte unser Vorgehen an. In einem ersten Schritt definierten wir den Bewertungsstichtag und bereiteten die finanziellen Grundlagen auf. Dazu gehörte die Analyse der Jahresabschlüsse, die Bereinigung von Sondereffekten sowie die Prüfung von Vermögenswerten, die im Rahmen einer Bewertung gesondert zu würdigen sind. Besonderes Augenmerk legten wir auf stille Reserven, latente Steuern und die Frage, ob nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte vorhanden sind. Damit schufen wir eine saubere Basis für die eigentliche Unternehmensbewertung.
Anschliessend leiteten wir den Unternehmenswert nicht nur mit einer Methode, sondern aus mehreren Blickwinkeln her.
Ergänzend wurde die Bewertung mit einer zukunftsorientierten Cashflow-Methode untermauert und durch Markt-Multiples plausibilisiert. So entstand nicht einfach eine Einzelzahl, sondern ein nachvollziehbares Gesamtbild.
Besonders wertvoll war im konkreten Fall die Kombination aus quantitativer und qualitativer Analyse. Die Zahlen zeigten eine solide Basis, doch ebenso wichtig war die wirtschaftliche Einordnung: Das Unternehmen war nicht von wenigen Einzelkunden abhängig, verfügte über wiederkehrende Umsätze und wies eine robuste operative Struktur auf. Solche Faktoren beeinflussen die Beurteilung der Übertragbarkeit und damit die Kaufpreisvorstellung wesentlich. Denn ein Unternehmen ist nicht nur so viel wert, wie es in der Vergangenheit verdient hat, sondern auch so viel, wie ein Käufer damit in Zukunft realistisch erwirtschaften kann.
Im Ergebnis konnten wir eine belastbare Wertbandbreite und daraus abgeleitet eine realistische Kaufpreisvorstellung erarbeiten. Diese diente nicht nur der Eigentümerschaft als Orientierung, sondern bildete auch eine fundierte Grundlage für die nächsten Verhandlungsschritte. Gleichzeitig zeigte die Bewertung auf, wie ein Kaufpreis finanziert werden könnte, etwa durch eine Kombination aus Eigenmitteln, gestaffelter Kaufpreiszahlung und tragbarer Rückführung aus den zukünftigen Unternehmensgewinnen. Damit wurde aus einer abstrakten Zahl eine konkrete Entscheidungsgrundlage.
Der Mehrwert für die Kundschaft lag vor allem in drei Punkten:
Gerade bei Nachfolgelösungen zeigt sich immer wieder: Eine gute Unternehmensbewertung beantwortet nicht nur die Frage nach dem Wert, sondern schafft Struktur, Klarheit und Verhandlungsfähigkeit. Sie bildet damit die Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Unternehmens.